AGV Frohsinn Altlußheim bietet vielfältiges Programm zur Ehrungsveranstaltung

Der AGV Frohsinn 1908 Altlußheim hatte sonntagnachmittags zu seiner Ehrungsveranstaltung in den Bürgersaal geladen.

Die Tische waren entsprechend den Vereinsfarben festlich in blau-gelb dekoriert.

Bei ihrer Ansprache durfte die 1. Vorsitzende Daniela Nobile-Blanke neben den Ehrungspaten aus Politik und Gesellschaft und einigen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zahlreiche zu Ehrende mit Begleitung sowie aktive und passive Vereinsmitglieder und die Presse herzlich begrüßen.

Als Laudatoren hatten sich die ehemalige Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein, Pfarrerin Eva Weisser sowie Bürgermeister Uwe Grempels gerne bereiterklärt.

Die Vorsitzende bedankte sich zunächst vorab bei den RheinSingers des AGV Frohsinn mit ihrer  Dirigentin Maria Löhlein-Mader und der Klavierbegleitung Svetlana Hauk für die musikalische Umrahmung des Ehrungsnachmittags. Ein weiterer Dank ging an den Mundartmusiker Charly Weibel.

Vor den Ehrungen richtete die Vorsitzende noch einige Worte zur Gesamtsituation der Chöre an das Publikum. Der aktuelle Stand  im Badischen Chorverband mit rund 2000 Chören und 87.00 Singenden mag zwar auf den ersten Blick beeindrucken, jedoch habe man nach der Pandemie mit Mitgliederrückgang, steigenden Kosten, zusätzlichen rechtlichen Auflagen und insbesondere fehlenden Männerstimmen zu kämpfen.

Kunst und Kultur schaffen Orte der Begegnung und bereichern die gesellschaftliche Entwicklung; dabei denke sie besonders an die gesangliche Förderung von Kindern. Aber auch Senioren bräuchten nicht zu vereinsamen. Nach dem Motto „Singen verbindet“ stehen die Türen des Vereins allen offen.

Den langjährigen Migliedern sei der Verein heute sehr dankbar für ihre Treue und Unterstützung; auf diesem Fundament könne man weiterhin bauen und so die Tradition bewahren. Die Ehrungen erfolgen erstmals gemäß der aktuell erlassenen Ehrenordnung des Vereins.

Während der feierlichen Veranstaltung nutzten die Singenden die Gunst der Stunde und präsentierten zur Einleitung das Lied „Why we sing“.

Rosa Grünstein trug zur Einleitung der Ehrungen gekonnt ein humoristisches Gedicht von Bernhard Mock vor. Mit „Chorgesang (aus meiner Sicht)“ erfreute sie damit das Publikum bestens.

Die Ehrungspatin durfte die Ehrungen von 4 Sängerinnen und einem Sänger vornehmen, die auf stolze 20 Jahre aktive Migliedschaft zurückblicken können. Sie ließ es sich nicht nehmen, treffende persönliche Worte an die zu Ehrenden zu richten. Im Einzelnen wurden Christa Rettig, Sigrid Böser, Dietrich Pomplun, Elke Pomplun und Hermann Pfau lobend mit Urkunden und Präsenten ausgezeichnet.

Von den den RheinSingers wurde das Wirken der Geehrten mit dem Lied „Für Alle“ von Hanne Haller gewürdigt.

Die evangelische Pfarrerin Eva Weisser bestätigte in ihrer Laudatio, dass auch für sie die Musik wesentlich sei und brachte mit dem Lied „Danke für diesen guten Morgen“ die Musik auch mit Gott in Verbindung. Sie betonte, wie wichtig die verlässliche Unterstützung passiver Mitglieder für den Verein sei.

Für 25 Jahre passive Mitgliedschaft wurden von ihr Herbert Fallenberg, Tobias Kochenburger und Edith Titsch geehrt. Auch sie erhielten Urkunden und schöne Präsente.

Der Chor trug zu dieser Ehrung das Lied „One Way Wind“ vor.

Schlussendlich durfte Bürgermeister Uwe Grempels als Laudator die neuen  Ehrenmitglieder ernennen, die schon über 50 Jahre dem Verein angehören. Er  begann seine Ausführungen mit einem Ausspruch der Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald „Das einzige, was besser ist als Singen ist – noch mehr Singen“ und traf damit ins Schwarze. Er sprach den Ehrenmitgliedern seinen persönlichen Dank für ihren jahrzehntelangen Einsatz in der Gemeinde aus. Chöre bieten ein verlässliches Freizeitangebot mit langer Tradition an; gesangliches Engagement sei gut für Körper und Geist. Der Bürgermeister dankte den ernannten Ehrenmitgliedern Karin Konrad, Axel Niedermeyer und Harry Holzinger mit personenbezogenen Anmerkungen für deren Engagement und die Unterstützung des Vereins. Beim Letzerem wies er ergänzend darauf hin, dass er über 45 Jahre aktiv im Verein gewirkt habe und nahezu alle Ämter in der Vorstandschaft inne hatte.

Den Ehrenmitglieder wurden Ernennungsurkunden nebst Geschenken überreicht.

Die Rheinsingers schlossen ihre Vorträge mit dem Lied „Alt wie ein Baum“ (Puhdys) und „Schau, was Liebe ändern kann“ (Andrew Lloyd Webber) in festlichem Rahmen ab.

Anke Schwegler, die 2. Vorsitzende, bedankte sich bei den Laudatoren und dem Publikum im vollbesetzten Saal für ihr Kommen und wünschte allen einen schönen Ausklang bei Getränken und von den Sängerinnen selbst gebackenem Kuchen vom Büffet.

In gekonnter Weise trug der Gitarrist Charly Weibel zum Abschluss der harmonischen Veranstaltung Lieder wie „Geeleriewesalad“, „Ich kumm so gern hoom“, „Uffschnitt“ und „Seniorestift“ vor und erfreute so das Publikum.

Der kurzweilige Nachmittag ging mit interessanten Gesprächen harmonisch zu Ende.

cw

Weitere Impressionen

Fotos: Jan Stößer, Katja Nobile